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WG finden: Die 10 besten Tipps für den Erfolg

Lesezeit: 8 minuten

Besonders in Unistädten hast Du viel Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. Denn da eine Wohngemeinschaft nun mal eine der beliebtesten Wohnformen für Studierende ist, lässt sich das auch an der Nachfrage danach erkennen. Wenn Du also gerade ein WG-Zimmer finden willst, helfen Dir unsere 10 besten Tipps weiter. Los geht’s!

1. Mit den Stadtvierteln vertraut sein

Vielleicht startest Du Dein Studium, eine Ausbildung oder neuen Job und ziehst deshalb von Zuhause weg. Während Du Dich daheim wie in einer Westentasche auskennst, ist Dein neuer Wohnort noch unbekannt und voller spannender Ecken, die Du erst noch entdecken musst. 

Es lohnt sich, wenn Du Dich am Beginn Deiner WG-Suche erstmal mit den verschiedenen Ortsteilen vertraut machst. In welchem Viertel leben welche Art von Leuten? Wo sind die Mietpreise in den letzten Jahren explodiert, und wo noch erschwinglich? Ist die Anbindung durch Öffis auch in den Randbezirken gut? Frage am besten auch Bekannte, die bereits dort wohnen, nach ihrer Erfahrung. Oder poste doch mal was auf Facebook, dort findest Du Gruppen spezifisch für Neuankömmlinge, bestimmte Studiengänge oder Interessensgruppen wie zum Beispiel Expats.

Sobald Du eine grobe Übersicht über die verschiedensten Ecken hast, weißt Du auch, welche gerade die angesagtesten und hipsten Gegenden sind. Natürlich sind diese leider auch meist die teuersten. Aber wäre es nicht ideal, nicht weit davon entfernt in einer WG mit einem niedrigeren Mietpreis zu wohnen? Checke also auch die angrenzenden Viertel ab, den manchmal gibt es da echte Außenseiter, die von vielen unterschätzt werden. Du kannst dann ja immer noch mit den Öffis oder dem Rad zur angesagten Weinbar fahren und dir dort ein Gläschen von dem guten Riesling gönnen. Mit dem Geld, das du an Miete eingespart hast!

Übrigens, spaziere mal vor oder nach der WG-Besichtigung ein wenig in der Nachbarschaft rum. So bekommst Du gleich ein gutes Gefühl dafür, was Dich bei einer Zusage am neuen Standort erwartet.

Und bei SoWohnt kannst Du direkt in der Landkarte suchen, falls Du schon ein Lieblingsviertel ins Auge gefasst hast. Super praktisch! Wenn Du aufs Bild klickst, kannst Du die Kartenfunktion direkt ausprobieren.

Kartenfunktion bei SoWohnt

 

2. Breit gestreut ist halb gefunden

Dank Smartphone ist das World Wide Web zwar immer griffbereit, doch die guten alten Offline-Methoden sind bei der WG Suche als Tipp nicht zu unterschätzen. Auch wenn Du kein großer Fan vom Networken bist, kommt Dir hier Vitamin B zugute. Also sprich alle Freunde, Bekannten und Verwandten darauf an, dass Du gerade planst umzuziehen und für alle Tipps zum WG Finden dankbar bist. Wer weiß, vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt… Du weißt, wie die Geschichte weitergeht. Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Parallel dazu gibt es auch mehrere Hotspots, deren Pinnwände Du abgrasen kannst. Solche Orte sind Supermärkte, Lokalzeitungen, und Schwarze Bretter in Universitäten und Mensen. In Zeitungen kannst Du auch selbst inserieren, jedoch kostet das meist was.

Aber als Steckenpferd solltest Du unbedingt die Schnelligkeit der Onlinewelt nutzen und mehrmals täglich in die Mietimmobilienplattform Deiner Wahl reinschauen, denn Anzeigen werden zu jeder Tages- und Nachtzeit hochgeladen und aktualisiert.

 

3. Gibt es ein richtiges Timing für die WG-Suche?

Reiseliebhaber munkeln ja, dass Dienstagabend der beste Zeitpunkt sei, um gute und preiswerte Flüge zu buchen. Aber gibt es sowas auch bei WGs? Fakt ist auf jeden Fall, dass eine Prise Glück dazu gehört.

Es wird oft behauptet, dass es sich lohnt, früh mit der Suche anzufangen. Generell können wir das so unterschreiben, denn oft sperren oder löschen Vermieter ihre Anzeige, wenn schon genug Bewerbungen eingetroffen sind. Oder ignorieren die weiteren dann einfach. In vielen deutschen Großstädten sind WG-Zimmer jedoch auch oft nur kurzfristig verfügbar, und Du kannst dann nur schwer schon fünf Monate vor dem Umzugstermin mit der Suche anfangen. Dadurch, dass die Nachfrage auf der Mieterseite so hoch ist, sitzen Vermieter hier natürlich am längeren Hebel. Und manchmal löst sich eine WG ja auch wegen Auslandssemestern oder Streit auf, was nicht immer planbar ist. Du siehst also: Die Mischung macht’s!

 

4. Prioritäten vs Flexibilität

Am Ende des Tages musst Du Dich in dem neuen Zuhause wohlfühlen, also sollten Dir Deine Prioritäten bei der WG-Suche klar sein. Was ist Dir am wichtigsten: Größe des Zimmers, Anbindung, Zweck-WG, Balkon, oder die tolle Badewanne? Priorisiere diese Faktoren absteigend auf einer Liste, denn alles zusammen zu finden wäre zwar der Idealfall, allerdings eher unrealistisch. So hast Du aber den Überblick darüber, was da sein sollte, und wo Du doch noch kompromissbereit bist. Denn Flexibilität, vor allem bei Deinem ersten Umzug, erweitert Deinen Angebotsradius. Und solltest Du festellen, dass es ein Griff ins Klo war, kannst Du zu einem späterem Zeitpunkt immer nochmal umziehen. 

 

5. Nichts geht über eine persönliche WG-Besichtigung

Wie bei einem Jobinterview zählt auch bei einer WG-Besichtigung das persönliche Kennenlernen, um sich einen guten Eindruck voneinander zu verschaffen. Wenn Du also innerhalb einer Stadt umziehst oder nur kurz davon entfernt wohnst, sollte dies kein Problem für Dich sein.

Anders sieht es jedoch aus, wenn Du, sagen wir mal, von München nach Berlin umziehst und nicht mal eben nach Kreuzberg hüpfen kannst. Viele werden auch bereits in die WG-Beschreibung mit aufnehmen, dass sie keine Besichtigungen per Skype durchführen. Und ehrlich gesagt ist das auch zu Deinem Vorteil, denn Du kannst sonst ziemlich leicht übers Ohr gehaut werden (zum Beispiel mit einem falschen Zimmer) und siehst nicht wirklich, wie Deine vielleicht zukünftige Behausung aussieht. 


Was tun, wenn Du nicht vor Ort bist?

Die beste Lösung ist also folgende: Wenn Du einen guten Bekannten in der Stadt hast, dann organisiere das erste Kennenlerngespräch auf Skype und schick ihn oder sie dann zur persönlichen Besichtigung hin. Oder Du organisierst Dir gleich mehrere WG-Besichtigungen gleichzeitig und blockst sie auf zwei Tage, sodass Du einen Kurztrip machst, der sich dann auch lohnt. Natürlich ist bei beiden Optionen Flexibilität vonseiten der potenziellen Mitbewohner gefragt, deshalb solltest Du ein richtig gutes Anschreiben davor verfassen!

Allerletzte Notlösung kann ansonsten auch sein, dass Du Dich für die ersten Tage in ein Hostel einmietest oder eine ein- bis zweimonatige Zwischenmiete organisierst, von wo aus Du dann weitersuchst. So hast Du auch gleich die Gelegenheit, die Stadt besser kennenzulernen (siehe Tipp Nummer eins).

Wichtiger Hinweis: Überweise nie, wirklich nie, Kaution oder sonstige Geldbeträge, bevor Du nicht einen persönlichen Eindruck vom Zimmer und den Leuten sowie einen unterschriebenen Vertrag hast.

 

6. Schnell sein lohnt sich

Wie bereits angesprochen, bekommen WGs oft so viele Bewerbungen, dass sie gar nicht einmal alle anschauen können und somit der Zeitpunkt einen großen Unterschied macht. Wie bei Formel 1 is auch hier die Pole Position ein Vorteil.

Erinnere Dich jeden Tag daran, mehrmals das Online-Portal Deiner Wahl auf neue Anzeigen zu checken. Wechsle dabei “Stoßzeiten” wie Frühstück, Mittag und Abend mit unpopuläreren Zeiten wie mitten am Vormittag ab. So variierst Du zwischen Zeitfenstern mit vielen Interessenten und solchen, wo vielleicht weniger online sind.

Hab Dein Handy immer griffbereit, denn man weiß ja nie, wann Du plötzlich zurückgerufen wirst. Und falls Die Kontaktperson nicht nur E-Mail, sondern auch Telefonnummer angegeben hat, dann greif immer zuerst zum Hörer. So kannst Du Dich persönlich vorstellen und eventuell schon ein paar Fragen stellen. Hast Du dann noch einen groben Text für das Anschreiben als Vorlage in Deinen E-Mails abgespeichert, musst Du dieses nur noch abändern und anpassen, und schon kann auch Dein Anschreiben abgeschickt werden.

Übrigens: Leg Dir auch gerne bei uns eine kostenlose Sofortbenachrichtigung zu Deinen Suchkriterien an. So wirst Du automatisch per Mail zu neuen Anzeigen benachrichtigt und kannst gleich darauf eingehen! So sieht das ganze bei SoWohnt aus:

Suchagent von SoWohntSuchagent 2

 

7. Hast Du Deine Finanzen im Griff?

Generell sagt man, die Warmmiete sollte bei einer Wohnung nicht mehr als ein Drittel des Gesamteinkommens ausmachen. Wenn Du gerade studierst, ist das wahrscheinlich schwierig einzuhalten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Du einen Überblick über Deine finanzielle Situation hast, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.

Du kannst Dir ganz einfach eine Excel-Tabelle mit verschiedenen Kategorien wie jetzige Miete, Supermarkt, Sport, Uni, Café und Snacks anlegen und dort Deine Ausgaben eintragen. So bekommst Du eine ungefähre Idee davon, wieviel Du im Monat wofür ausgibst. Hast Du nämlich ein Auge auf die WG Deiner Träume geworfen, die jedoch eine höhere Miete als Deine derzeitige hat, kannst Du schauen, ob Du woanders vielleicht einfach Abstriche machen kannst.

Konsultiere auch immer den Mietspiegel der Stadt und schaue Dir an, wie viel andere Zimmer in derselben Gegend kosten. So bekommst Du ein Gefühl dafür, was ok, und was wiederum totaler Wucher ist. Und nicht vergessen: Meistens musst Du auch eine Kaution oder sogar Ablöse für Möbel beim Einzug bezahlen, weshalb Du immer etwas auf der hohen Kante haben solltest!

 

8. WG-Bewerbung: Tipps fürs Anschreiben

Der erste Eindruck zählt. Hast Du nicht bereits zuvor angerufen und konntest einige Fragen stellen, dann solltest Du schriftlich besonders auf die Besonderheiten der Beschreibung eingehen. Sind die Bewohner der WG allesamt Hundeliebhaber, dann kannst Du ja von Deinen Ausflügen mit dem Golden Retriever Deiner Tante erzählen. Hier gilt es, nicht zu lügen, aber Dich trotzdem so darzustellen, dass Du in die Wohngemeinschaft reinpasst. Ist dies nicht der Fall, haben am Ende beide Seiten nicht viel davon.

Beginne aber anfangs erst einmal mit ein paar Sätzen zu Dir, sodass das Wichtigste zuerst steht. Schließe die WG-Bewerbung mit einem starken Satz, zum Beispiel, dass Du eine Waschmaschine mitbringen kannst. Auch Fragen sind angebracht. Wir Drücken Dir die Daumen!

 

9. Das gefürchtete WG-Casting

Du hast bestimmt schon von Horror WG-Besichtigungen gehört. Doch das muss nicht sein, denn es liegt auch an Dir, das sogenannte WG-Casting angenehm zu gestalten. Hier kommen ein paar Tipps dazu.

Erscheine pünktlich und alleine, und behandle das ganze wie ein lockeres Bewerbungsgespräch. Das bedeutet auch, dass Du saubere und ordentliche Kleidung tragen solltest. Aber nichts, was Du sonst nicht auch anziehen würdest. Stell dann am Eingang Deine Schuhe ab und lass den tropfenden Regenschirm stehen, falls es draußen regnet.

Pro-Tipp: Lies Dir kurz vor der WG-Besichtigung nochmal die Anzeige durch. Sonst kann es bei mehreren Bewerbungen schon mal passieren, dass Du was verwechselst…

Bleib im ganzen Gespräch ehrlich und versuche, Dich nicht zu verstellen. Wenn laute Partys für Dich ein No-Go sind, dann steh auch dazu. Erwähne aber auch spezielle Vorzüge, wie zum Beispiel Deine Spezialwaffeln oder handwerkliches Geschick. Erzähle nicht nur von Dir selbst, sondern interessiere Dich auch für Deine vielleicht zukünftigen Mitbewohner. Um peinliche Stillen zu vermeiden, kannst Du Dir im Vorfeld ein, zwei Fragen oder Themen überlegen, über die ihr sprechen könnt. Sprecht Sachen wie Putzplan, Leute einladen und Aufteilung der anfallenden Kosten aber klar ab, sodass da später keine Missverständnisse entstehen.

Wenn Du Dir das Zimmer ansiehst, dann achte auf eventuell vorhandene Möbel, den Zustand von Boden und Wänden (Gibt es Schimmel?), Sonneneinstrahlung und die Hellhörigkeit der Wände. Schreib es Dir am besten gleich danach irgendwo auf, damit Du es nicht vergisst. Wenn Du ein Bild von dem Zimmer machst, kannst Du Dich später auch leichter erinnern, wenn Du Dich für oder gegen das Zimmer entscheiden willst. 

 

10. Halte einen Plan B parat

Besonders in beliebten Städten wie Berlin und Hamburg kann es sein, dass Du erstmal viele Absagen oder sogar keine Antworten auf Deine WG-Anschreiben bekommst. Lass Dich davon nicht runterziehen, denn das ist zwar frustrierend, aber durchaus normal.

Es ist immer gut, wenn Du daneben noch einen Plan B hast. Bewirb Dich als Student also auch auf Wohnheime, oder denke allgemein über eine WG-Neugründung nach. Es kann auch helfen, einen Bekannten mit einem freien Sofa in der Stadt zu haben, bei dem Du eventuell für ein paar Nächte bleiben kannst, bzw. schon einmal zu wissen, welche die besten Hostels der Stadt sind. Man weiß ja nie!

 

11. Nach dem WG Finden: Zusatz-Tipp

Wenn Du erfolgreich eine WG gefunden hast, dann hier noch ein weiterer Tipp. Aber erstmal: Gratuliere dazu!

Vergiss jetzt nicht, Dich in der neuen Gemeinde an- bzw. umzumelden. Für billige Möbel kannst Du in Second-Hand-Läden, Gebrauchtgruppen auf Facebook und Flohmärkten schauen. Da kannst Du Schnäppchen finden, die oft sogar Einzelstücke sind.

 

Wir wünschen Dir eine gute Suche! Schreib uns gerne, falls Du weitere Fragen oder Tipps hast 🙂